Künstliche Intelligenz

schorn.ai: Linzer KI-Startup wird Open Source

Thomas Schorn von schorn.ai © Sabine Kneidinger Photography
Thomas Schorn von schorn.ai © Sabine Kneidinger Photography

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Das Linzer AI-Startup schorn.ai hat Anfang November den Quellcode seiner KI-Plattform veröffentlicht. Unternehmen können ab nun die Software selbst prüfen, anpassen und weiterentwickeln. Wer die Plattform mit lokalen KI-Modellen auf eigener Infrastruktur und ohne externe Dienste betreibt, kann interne Dokumente verarbeiten, ohne sie dafür an einen externen KI-Anbieter zu übermitteln.

KI soll in den Arbeitsalltag kommen

„Wenn wir von digitaler Souveränität sprechen, muss das auch gegenüber uns als Anbieter gelten. Unsere Kunden sollen die Software unabhängig von uns betreiben und weiterentwickeln können. Deshalb haben wir schorn.ai geöffnet“, sagt Thomas Schorn, Geschäftsführer und technischer Leiter von schorn.ai.

schorn.ai erhält Unterstützung vom Startup-Inkubator tech2b, der dem Startup Rückhalt bei strategischen Entscheidungen gibt. Durch die Partnerschaft fühlte sich schorn.ai beim Schritt zu Open Source sicherer.

Auch kleinere Betriebe sollen mit schorn.ai KI und ihre eigenen Daten im Arbeitsalltag nutzen können. Die Plattform lässt sich  auf selbst gewählter Infrastruktur einsetzen und von eigenen IT-Teams oder Dienstleistern erweitern. Unternehmen entscheiden damit selbst über den Betrieb und die Weiterentwicklung ihrer KI-Anwendungen. Für einen einfachen Einstieg bietet schorn.ai dieselbe Plattform auch als fertig eingerichtetes Paket aus Hardware und Software an.

Freie Softwarelizenz für KI-Lösung

Wenn zum Beispiel ein Kunde fragt, was bei einem früheren Projekt vereinbart wurde, können Mitarbeiter:innen schorn.ai nach den relevanten Informationen in den hinterlegten Projektunterlagen fragen und einen Antwortentwurf vorbereiten lassen. Den Entwurf kann man vor dem Versand prüfen. Darüber hinaus hilft die Plattform, Besprechungen zu transkribieren und daraus nächste Schritte abzuleiten.

Die Wahl der KI-Modelle bleibt bei der jeweiligen Organisation. schorn.ai unterstützt lokale Modelle und die Anbindung externer Anbieter. So können Unternehmen selbst festlegen, welche Aufgaben sie auf eigener Infrastruktur verarbeiten und für welche sie externe Dienste nutzen. Bei deren Einsatz werden die dafür übermittelten Inhalte vom jeweiligen Anbieter verarbeitet.

Das Startup hat die Software unter einer freien Softwarelizenz verfügbar gemacht. Das Geschäftsmodell von schorn.ai beruht auf dem Verkauf fertig eingerichteter Systeme, Support und kommerziellen Lizenzen für Unternehmen, die andere Lizenzbedingungen benötigen.

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schorn.ai will gemeinsame Grundlage für KI

Mit der Veröffentlichung lädt schorn.ai Entwickler:innen, IT-Dienstleister, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Mitarbeit ein. Auf der gemeinsamen Plattform können etwa Anbindungen an bestehende Unternehmenssysteme und Anwendungen für einzelne Branchen entstehen. Verbesserungen an grundlegenden Funktionen lassen sich gemeinsam weiterentwickeln und in unterschiedlichen Organisationen nutzen. So will das Startup dazu beitragen, dass sich Entwicklungsarbeit über einzelne Projekte hinaus auszahlt.

„Viele Organisationen lösen gerade ähnliche Aufgaben: Wissen erschließen, Zugriffe regeln und KI in ihre Abläufe einbinden. Wenn wir dafür eine gemeinsame Grundlage weiterentwickeln, bleibt mehr Zeit für die Aufgaben, die in jedem Betrieb anders sind. Dazu laden wir ein“, so Schorn.

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