Austrian Space Days: Europas Raumfahrt startet in die Serienproduktion
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Satelliten vom Fließband: Unter dem Motto „Industrialization by Design“ versammeln die Austrian Space Days kommende Woche die europäische Raumfahrtbranche am Flughafen Wien. Zwei Tage lang treffen im Vienna Airport Conference Center rund 550 Teilnehmer:innen und 40 Speaker:innen aufeinander, darunter ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher und die Chefin des NATO Innovation Fund. Die Anmeldung ist bereits geschlossen, die Veranstalter:innen melden mehr als 500 Registrierungen für die kostenlose Konferenz.
Die These hinter dem Programm: Raumfahrt entwickelt sich von einem forschungsgetriebenen Feld zu einer skalierbaren Industrie. Raumfahrtsysteme sollen deshalb von Anfang an auf Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz ausgelegt werden, mit Plattformarchitekturen, Serienfertigung, Produktion im Orbit und softwaredefinierten Systemen. Europa und insbesondere Österreich sollen dabei eine zentrale Rolle spielen, so die Veranstalter:innen.
Aschbacher, Murray und viel Hardware
Den Auftakt machen nach der Begrüßung durch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Infrastrukturminister Peter Hanke, Flughafen-Vorstand Günther Ofner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zwei prominente Keynotes. Josef Aschbacher spricht über die Bedeutung der Industrialisierung für den europäischen Raumfahrtsektor. Danach fragt Fiona Murray, Professorin für Entrepreneurship an der MIT Sloan School und Vorsitzende des Boards des NATO Innovation Fund, was es braucht, damit Europas Defense- und Space-Ökosysteme abheben können.
Aus der Startup- und Scale-up-Szene kommen Robert Sproles, CEO des Berliner Launch-Dienstleisters Exolaunch, und Martin Langer, CEO des Münchner Waldbrand-Spezialisten OroraTech, der über globales Skalieren sprechen wird. Im Panel „Industrialisation at Work“ diskutieren Dieter Grebner (Peak Technology), Alexander Reissner (Enpulsion), Guillaume Lecamp (Hemeria) und Radoslav Abadjiev (Endurosat), wie Serienproduktion im Weltraumgeschäft konkret funktioniert.
Am Nachmittag rückt die Sicherheitspolitik ins Zentrum. Unter der Leitung von ESPI-Direktor Ludwig Moeller debattieren Vertreter:innen von secunet, Rivada Space Networks, Beyond Gravity Austria, Terma und des Österreichischen Bundesheers über Resilienz und Raumfahrt. Den Abschluss des ersten Tages bildet ein Panel über den Weg von der ESA-Partnerschaft auf globale Märkte, unter anderem mit Georg Kopetz, Co-Founder und CEO von TTTech, Jared Stout von Axiom Space und Julian Rothenbuchner von Team Tumbleweed.
Pitches aus Österreichs Raumfahrtszene
Zwischen den Panels pitchen heimische und europäische Jungfirmen ihren Beitrag zur Industrialisierung und zur Resilienz Europas. Auf der Bühne stehen unter anderem R-Space, GATE Space, Another Earth von Gründerin Maya Pindeus, GeoVille, Quantum Technology Laboratories und iSEE. Parallel zum Konferenzprogramm läuft eine Ausstellung, in der sich lokale Key Player und Startups präsentieren. Kaffeepausen und Mittagessen finden direkt in der Ausstellungsfläche statt.
Tag zwei: Ein Blick in den Space Hub
Der zweite Tag steht unter dem Titel „Space Hub: Open for Business“ und widmet sich den Synergien mit anderen Industrien, etwa bei Skalierung, Qualitätssicherung und Plattformökonomie. João Falcão Serra vom European Space Policy Institute präsentiert Investmenttrends und spricht über Europas Scale-up-Problem. In einem CEO-Panel erzählen Carsten Scharlemann (R-Space), Moritz Novak (GATE Space), Dirk Roßkamp (Tenics) und Raphael Fiedler (Nexufend), was es braucht, um ein Raumfahrtunternehmen in Österreich wachsen zu lassen.
Danach geht es raus aus dem Konferenzsaal: Vorab registrierte Teilnehmer:innen können bei geführten Touren die Produktions- und Entwicklungsstätten von Enpulsion, GATE Space und R-Space besichtigen. Alle drei Unternehmen haben sich in der AirportCity angesiedelt, die sich in den vergangenen Jahren zu einem Hub für SpaceTech-Startups entwickelt hat. Zum Abschluss gibt es ein Meet & Greet mit der Space-Hub-Community sowie Ask-me-anything-Sessions mit Vertreter:innen von ESA und FFG.
Wer hinter den Austrian Space Days steht
Gastgeber sind der niederösterreichische Inkubator accent, der auch das ESA Phi-Lab Austria betreibt, und das Beratungsunternehmen Brimatech. Kooperationspartner sind die Europäische Weltraumorganisation ESA, das Innovationsministerium BMIMI, die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die Wirtschaftskammer Österreich und das Land Niederösterreich. Durch den ersten Tag führt Cornelia Ertl vom AIT, den zweiten moderiert Thomas Wulz von Enspace. Das vollständige Programm findet sich auf der Website der Konferenz.

