Postkarte oder Powerhouse: Das Programm der invest.austria conference 2026
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Am Mittwoch, dem 4. November, treffen sich über 500 Investor:innen im Apothekertrakt von Schloss Schönbrunn für die invest.austria conference 2026. Hierbei steht die Frage im Raum, wie Europa seine industrielle und technologische Stärke endlich ausspielt. Die Veranstaltung steht heuer unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“.
Erwartet werden Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen, Family Offices sowie Entscheidungsträger:innen aus Österreich, der DACH-Region, CEE und darüber hinaus. Ziel sei es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren, sagt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria. Die großen wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen ließen sich nicht innerhalb nationaler Grenzen lösen. Deshalb brauche es den Austausch zwischen Investor:innen, Unternehmen und Politik über Märkte hinweg.
Drei Säulen für Europas Wettbewerbsfähigkeit
Die Agenda baut auf drei Themenblöcken auf:
- Stop hiding our strengths: Hier geht es um die Resilienz der Industrie, regionale Hidden Champions, das Skalierungspotenzial in CEE und die nächste Welle industrieller KI und Robotik.
- Take a clear stand: Geopolitische Verschiebungen verlangen eine klare Positionierung. Im Fokus stehen Europas Rolle in der Weltwirtschaft, digitale Souveränität und Investitionen in Sovereignty- und Defence-Tech.
- Execute with speed: Kapital soll schneller mobilisiert und Produkte rascher auf den Markt gebracht werden. Diskutiert werden grenzüberschreitende Investitionsstrategien, Exits und der geplante österreichische Dachfonds.
„Es ist an der Zeit, unsere industriellen Stärken auszuspielen, technologische Souveränität zu sichern und privates Kapital rasch und gezielt zu mobilisieren“, sagt Niki Futter, Präsident von invest.austria. Europa stehe an einem entscheidenden Wendepunkt.
Vom Uni-Spin-off zum Deep-Tech-Champion
Die Keynote hält Georg Kopetz, Co-Founder und CEO von TTTech. Er zeichnet den Weg vom universitären Spin-off zum internationalen Deep-Tech-Marktführer nach. Kopetz will zeigen, wie viel geduldiges Wachstumskapital und strategische Partnerschaften ausmachen, wenn Europa bei physischer KI, autonomen Systemen und SpaceTech vorne mitspielen will.
Genau an diesem Wachstumskapital hapert es in Österreich seit Jahren. Das Panel „The Fund of Funds Effect“ widmet sich daher der Frage, wie sich die Lücke zwischen Europas Tech-Unternehmen und dem vorhandenen institutionellen Kapital schließen lässt und wie Dachfonds dabei als Brückenbauer fungieren können. Mit dabei sind unter anderem Marcel Müller-Marbach vom Europäischen Investitionsfonds (EIF) und Rozalia Urbanek von PFR Ventures aus Polen, das mit seinem staatlichen Fund-of-Funds-Modell als Vorbild in der Region gilt.
Hierzulande ist der „Startup & Scale-Up Fund“ weiterhin in Planung. Fix ist inzwischen, dass er beim Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt wird. Langfristig soll er eine halbe Milliarde Euro schwer werden, für die laufende Legislaturperiode hat die Regierung allerdings erst 23,23 Millionen Euro an Bundesmitteln bis 2029 vorgesehen.
Exits, Private Equity und europäische KI
Wie das Ende einer erfolgreichen Skalierung aussehen kann, zeigt Markus Wagner von i5invest in seiner Keynote „Acquired by Giants“. Anhand realer Transatlantik-Deals, darunter Übernahmen durch Google, Bose und Salesforce, erklärt er, wie europäische Tech-Unternehmen Verkäufe an internationale Konzerne erfolgreich über die Bühne bringen.
Ein weiterer Block dreht sich um Private Equity als Wachstumsmotor für den österreichischen Mittelstand, von Unternehmensnachfolgen bis zu internationalen Buyouts. Privates Kapital spiele über den gesamten Lebenszyklus eines Unternehmens eine entscheidende Rolle, von der ersten Wachstumsphase über die Skalierung bis zum Exit, sagt Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria. „Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“
Zur Zukunft der KI und Europas digitaler Souveränität spricht Dennis Just vom französischen KI-Champion Mistral. Den politischen Schlusspunkt setzt Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET), die in ihren Closing Words einordnen wird, was all das für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet.
Die Speaker:innen
Durch den Tag führt erneut ORF-Moderator Stefan Lenglinger. Auf der Bühne stehen unter anderem:
- Gerda Holzinger-Burgstaller (Erste Bank)
- Georg Kopetz (TTTech)
- Elisabeth Zehetner (BMWET)
- Barbara Eibinger-Miedl (BMF)
- Dennis Just (Mistral)
- Marcel Müller-Marbach (EIF)
- Rozalia Urbanek (PFR Ventures)
- Stefan Haubner (APEX Ventures)
- Sarah Röhm (T-Capital)
- Bernd Pichlmayer (FTGG)
- Markus Wagner (i5invest)
Programm und Tickets gibt es auf der Website der Konferenz.

